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Mein Kind wird gemobbt: 7 Tipps für Eltern

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Mobbing ist ein ernstes Problem, das Menschen in allen Entwicklungsstadien vom Kindergartenalter bis ins Erwachsenenalter betreffen kann. Laut einer PISA-Studie aus dem Jahr 2018 erfährt rund jedes fünfte Kind in Deutschland mindestens einmal im Monat Mobbing in der Schule. 

Eltern fühlen sich häufig überfordert, wenn ihr Kind von Mobbing betroffen ist oder wissen im schlimmsten Fall nicht mal etwas davon. Wir haben deshalb 7 Tipps für dich zusammengestellt, wie du deinem Kind helfen kannst, falls es gemobbt wird.  

Achte auf Warnzeichen, dass dein Kind gemobbt wird

Mobbing kann körperliche und seelische Schmerzen verursachen. Wenn du dir Sorgen machst, dass dein Kind gemobbt wird, gibt es einige Anzeichen, auf die du besonders achten kannst: 

  • Dein Kind klagt häufig über Kopf- oder Bauchschmerzen. 
  • Dein Kind hat Interesse an seinen Lieblingsbeschäftigungen verloren. 
  • Nachts wird dein Kind von Albträumen heimgesucht und kann nicht schlafen. 
  • Dein Kind schläft auffällig mehr als sonst. 
  • Dein Kind möchte nicht in die Schule / den Kindergarten / den Verein gehen. 
  • Dein Kind wirkt auf einmal sehr verschlossen. 
 

Wichtig ist hier zu erwähnen, dass es nicht zwingend bedeutet, dass dein Kind gemobbt wird, wenn es diese Symptome hat. Auf der anderen Seite kann es auch sein, dass dein Kind keine oder ganz andere Symptome zeigt. Der Umgang mit solchen Situationen ist immer individuell. Daher ist es das Wichtigste, auf dein Kind zu achten und ihm zuzuhören.  

Mach deinem Kind deutlich, dass du es immer unterstützt

Wenn dein Kind dir erzählt, dass es gemobbt oder belästigt wird, ist es wichtig, dass du ihm klar machst, dass du es immer unterstützen wirst. Vergewissere dich, dass dein Kind weiß, wie sehr du es liebst und lass es wissen, welche Schritte es unternehmen kann, wenn es mit dem Mobber konfrontiert wird. Zeige deinem Kind, dass es das Richtige war, sich dir anzuvertrauen, sodass es sich ermutigt fühlt, auch in Zukunft auf Vertrauenspersonen (Lehrer, Eltern, Vereinsleiter etc.) zuzugehen und sich zu öffnen. Versuche zudem herauszufinden, wie lange das Mobbing schon andauert, damit du besser einschätzen kannst, in welcher Situation sich dein Kind befindet.

Stärke das Selbstbewusstsein deines Kindes durch sportliche Aktivitäten und gutes Zureden

Ermutige dein Kind, Sport zu treiben oder sich einem Verein anzuschließen. Solche Aktivitäten helfen, Selbstvertrauen aufzubauen und den Selbstwert zu steigern. Außerdem kann es deinem Kind helfen, sich in andere soziale Gefüge einzugliedern und sich somit weniger allein zu fühlen. Sprich mit deinem Kind darüber, welche Art von Sport es ausüben möchte und ermutige es auch, etwas Neues auszuprobieren. Neben der körperlichen Auslastung stärkt Sport auch das Gemeinschaftsgefühl und hilft deinem Kind, seinen Körper besser einschätzen zu können. 

Aber auch zuhause kannst du die körperliche Aktivität deines Kindes fördern. Geht bei schönem Wetter gemeinsam spazieren oder auf den Spielplatz. Es ist wichtig, dass du als Elternteil mit gutem Beispiel vorangehst – und sei es nur, dass ihr gemeinsam ein paar Mal um den Block lauft. Das zeigt deinem Kind, wie viel Spaß Bewegung macht. 

Gemobbte Kinder lassen oft in der Schule nach, weshalb es wichtig ist, dass du dein Kind hierbei unterstützt. Wenn du die Freude deines Kindes am Lernen förderst, werden auch schnell die Noten wieder besser und dein Kind fühlt sich insgesamt erfolgreicher. 

Schüler der Kopf Körper Schule beschreitet Hindernisparcours

Bringe deinem Kind bei, für sich selbst und andere einzustehen

Gemobbte Kinder ziehen sich oft zurück und lassen viel über sich ergehen. Sie trauen sich nicht, für sich einzustehen und Nein zu sagen, wenn ihnen Unrecht widerfährt oder es wird schlichtweg nicht gehört. Erkläre deinem Kind, dass es wichtig ist, für sich einzustehen und dass es nichts einfach über sich ergehen lassen muss.  

Das gilt auch dann, wenn dein Kind beobachtet, wie jemand anderes gemobbt oder unfair behandelt wird. Mache deinem Kind klar, dass Nein sagen nichts Schlechtes ist, sondern für sich selbst und andere einzustehen Stärke zeigt! 

Unterstütze dein Kind dabei, Freundschaften zu schließen

Mobber suchen sich für ihre Schikanen oft Einzelgänger aus. Kinder ohne einen Freundeskreis, der sie verteidigt, sind leichte Ziele. Wenn du also merkst, dass dein Kind schwer Freunde findet, kannst du es ganz aktiv beim Freunde finden unterstützen. 

 

Eine gute Möglichkeit, Freunde zu finden, bietet ein Verein oder eine andere außerschulische Aktivität. Dort kann dein Kind leicht Anschluss zu anderen Gleichaltrigen knüpfen. Gehe gemeinsam mit deinem Kind seine Interessen durch und gebe ihm auch einen kleinen Anstoß, falls es sich nicht entscheiden kann.  

Ermutige dein Kind auch, mit anderen Kindern in der Schule zu sprechen, die ähnliche Interessen haben wie es selbst (z. B. naturwissenschaftliche Aktivitäten). Durch gemeinsame Interessen haben die Kinder schon eine Basis, die eine Annäherung erleichtert. 

Weitere Tipps, wie dein Kind Freunde findet, findest du hier! 

Schüler der Kopf Körper Schule halten sich im Arm

Mach deinem Kind deutlich, dass es den Fehler niemals bei sich selbst suchen sollte

Wenn dein Kind gemobbt wird und du mitbekommst, dass es sich selbst die Schuld dafür gibt, mache ihm deutlich, dass das nicht stimmt. Erkläre deinem Kind, dass Mobbing jeden betreffen kann und es damit nicht alleine ist. Es kann für einen jungen Menschen zunächst schwierig sein, den Fehler nicht bei sich zu suchen. Du als Elternteil kannst deinem Kind ein Stück weit Sicherheit geben und ihm zeigen, dass jeder für seine eigenen Handlungen verantwortlich ist und dein Kind genau so richtig ist, wie es ist.  

Hetze dein Kind auch nicht gegen den Mobber auf, sondern zeige ihm, dass es immer falsch ist, andere zu verletzen – egal ob körperlich oder seelisch. Betone, wie viel besser es allen ginge, wenn alle Menschen einander mit Respekt statt mit Aggression oder Feindseligkeit begegnen würden. Wichtig ist aber auch, dass du deinem Kind klar machst, dass es sich in Gefahrensituationen, aus denen es nicht flüchten kann, körperlich verteidigen darf. 

Bespreche mit deinem Kind, wie es auf mögliche Mobbingsituationen reagieren kann

Besprich mit deinem Kind, wie es reagieren kann, wenn es gemobbt wird. Erkläre deinem Kind, an welche Vertrauenspersonen es sich wenden kann und wie es sich im Ernstfall verteidigt. Dies kann ein schwieriges Gespräch sein, aber es ist wichtig, dass du mit deinem Kind offen über die Situation sprichst. Viele Mobber akzeptieren kein „Nein“ als Antwort, daher ist es am besten, wenn dein Kind weiß, welche Möglichkeiten es in einer bestimmten Situation hat. 

Mache deutlich, dass du verstehst, in was für einer schwierigen Situation sich dein Kind befindet. Zeige Verständnis, höre zu, achte auf die Bedürfnisse deines Kindes und auch darauf, dich erst in die Situation deines Kindes hineinzuversetzen, bevor du Tipps aus deiner Sicht gibst.  

Suche bei Mobbing die Hilfe des Vertrauenslehrers der Schule

Der Vertrauenslehrer der Schule deines Kindes – falls es einen gibt – kann eine gute Anlaufstelle sein. Er kennt die betroffenen Schüler oft persönlich und kann direkten Einfluss vor Ort nehmen. Der Vertrauenslehrer hat zudem viel Fachwissen zum Thema Mobbing und kann dir helfen, welche Maßnahmen du außerschulisch oder zuhause ergreifen kannst, wenn du nicht mehr weiterweißt.  

Falls es keinen Vertrauenslehrer an der Schule deines Kindes gibt, scheue dich nicht, anderweitige externe Hilfe in Anspruch zu nehmen.  

Generell ist das Thema Mobbing für Eltern immer schwierig und eine einfache Lösung gibt es in der Regel nicht. Es ist wichtig, dass du die Warnzeichen erkennst, um früh reagieren zu können. Kommuniziere offen mit deinem Kind, rede ihm stets gut zu und sei ihm ein starker Rückhalt und Vorbild. Zeige deinem Kind, dass es stark ist und ihr die Probleme gemeinsam meistern werdet und eine gemeinsame Lösung findet. Sei dir bewusst, dass es Zeit und Mühe brauchen kann, um für dein Kind ein neues Umfeld zu schaffen.* 

Wenn du dich und dein Kind in diesem Blogartikel wiedererkennen kannst, bieten wir dir unsere Hilfe an. Vereinbare gerne mit uns ein Probetraining, indem wir deinem Kind zu mehr Selbstvertrauen verhelfen. Hier geht’s zur Anmeldung. 

 

*Diese Tipps sind für Eltern gedacht, die ihren Kindern sichere Rahmenbedingungen bieten wollen. Sie sind nicht als Ersatz für professionelle Beratung oder medizinische Behandlung gedacht. Wenn du Hilfe benötigst, wende dich bitte an eine qualifizierte Fachkraft. 

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